Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaft (IMG) Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum Nervenheilkunde Medizin-Psychotherapie.de - Online-Unterstützung bei psychologischen und psychiatrischen Problemen Initiative des SALUS INSTITUTS für TRENDFORSCHUNG UND THERAPIEEVALUATION in Mental Health

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  #1  
Alt 12.07.2005, 23:55
FAQ-Autor FAQ-Autor ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 27.06.2005
Beiträge: 27
Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Leitsymptome sind:
  • Starke Kränkbarkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Kritik
  • Depressive Verstimmungen in Zusammenhang mit Kränkungserlebnissen
  • Selbstüberschätzung und Größenphantasien
  • Wunsch nach Bewunderung und Verehrung
  • maßloser Ehrgeiz
  • Egozentrismus und Ansprüchlichkeit, benutzt andere Menschen
  • Brüchiges Selbstwertgefühl

Zugehörige Gefühle/Verhaltensweisen:
  • Beschämung, Gefühl der Wertlosigkeit
  • Stimmungswechsel in Abhängigkeit vom Selbstwertgefühl
  • Verzweifelte Verstimmung vermischt sich mit Enttäuschungswut

Auslöser für Krisensituationen:
  • Kränkungen in Trennungssituationen
  • Niederlage in kompetitiven Situationen
  • Lebensmitte
  #2  
Alt 01.03.2006, 12:24
Lunasol Lunasol ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.03.2006
Beiträge: 1.651
Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung

Hallo,

ich bin seit einem Jahr wegen Depressionen in Behandlung und habe nun am Ende meiner letzten Therapiesitzung so etwas wie eine neue Diagnose bekommen. "Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung".

Mein Therapeut hatte da wohl so etwas wie eine Eingebung und las mir aus einem Buch ein paar Passagen vor, und die traffen alle so genau auf mich zu, als wenn das Buch über mich geschrieben worden wäre.

Nun sitzt ich da und weiß damit eigentlich nichts anzufangen.

Ist nun die Depression "nur" eine Begleiterscheinung, wird der Therapieansatz damit ein ganz anderer.

Klar war bisher für mich nur, das die Therapie mich wohl aus einem Loch herausgeholt hat, allerdings hatte ich immer das Gefühl, da fehlt was.

Ich bin nun ziemlich verwirrt und google wild durch die Gegend..

Klar, ich weiß ich muß meinen Therapeuten darauf ansprechen, aber eigentlich will ich diese "neue" Diagnose gar nicht.

Was kommt da auf mich zu, eine komplette Umstrukturierung meiner Persönlichkeit?

Wie merke ich, daß der Therapeut weiß was er tut, richtig liegt mit seiner Einschätzung?

Mir geht so vieles durch den Kopf und das gefällt mir gar nicht

Liebe Grüße

lunasol
  #3  
Alt 01.03.2006, 15:15
Viola Habermeyer(Ärztin) Viola Habermeyer(Ärztin) ist offline
Arzt
 
Registriert seit: 26.06.2005
Beiträge: 1.647
Hallo Lunasol,
ich kann gut verstehen, dass Sie die Diagnose Persönlichkeitsstörung nicht haben wollen. Wenn mir jemand sagen würde, meine gesamte PS wäre gestört, würde ich mich auch ärgern . Es ist ein Problem der Psychiatrie/Psychologie, dass wir für bestimmte Verhaltensstile dieses abwertende Wort eingeführt haben, aber die Psychiater müssen wissen was gemeint ist, deshalb braucht man bezeichnungen. Ich persönlich finde es besser, von bestimmtem Persönlichkeits- und verhaltensstilen zu sprechen...kann man sagen, dass Sie etwas misstrauisch sind, vielleicht auch nachtragend sein können? Sie haben eine Depression, das reicht eigentlich als Diagnose erst mal aus, aber vielleicht ist es wichtig, in der Therapie bestimmte typische Verhaltensmuster zu erkennen, die dazu geführt haben können, dass Sie depressiv geworden sind. Vielleicht möchten Sie dann gemeinsam überlegen, wo und in welchen Situationen dieses verhalten sinnvoll ist und wo es eher ungünstig ist. Es geht also in der Psychotherapie von PS nicht darum, sich komplett zu ändern (geht auch gar nicht), sondern sein verhaltensrepertoire zu erweitern. Sie sollten dies aber schon in der Th besprechen und Sie haben natürlich ein recht darauf zu überprüfen, ob der th fähig ist. Vertrauen Sie Ihrer Einschätzung.
Herzlichen gruß,
Viola Habermeyer
  #4  
Alt 01.03.2006, 17:17
Lunasol Lunasol ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.03.2006
Beiträge: 1.651
Hoppla, so schnell hatte ich mit einer Antwort gar nicht gerechnet Danke schön, erstmal.

Wenn ichs mir recht überlege, stammt der Ausdruck Persönlichkeitsstörung auch gar nicht von meinem Thera. Ich glaube er hat tatsächlich "nur" passiv-aggressive Persönlichkeit gesagt und ich hab das das weitergesponnen.

Trotz allem bleibt die Frage, wie merke ich, das er weiß was er tut, aber so wie ich das verstanden habe, ist das auch durchaus eine Symptomatik, Autoritätspersonen mißtrauen...Vielleicht sollten wir das erstmal klären.

Danke für Ihre prompte Antwort.Hat mir den Kopf ein bißchen gerade gerückt.

Liebe Grüße

lunasol
  #5  
Alt 16.03.2006, 14:26
Viola Habermeyer(Ärztin) Viola Habermeyer(Ärztin) ist offline
Arzt
 
Registriert seit: 26.06.2005
Beiträge: 1.647
Sie sind ja mittlerweile im offenen forum angekommen. Schön.
LG VH
  #6  
Alt 20.10.2006, 02:18
usefulidiot usefulidiot ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 20.10.2006
Beiträge: 2
Hallo,
ich möchte vorweg nehmen, dass ich hier neu bin, und nicht genau weiß ob ich einen eigenen Thread hätte aufmachen sollen, oder ob das hier schon richtig ist.
Nach einer 16-wöchigen teilstationären tiefenpsychologischen Behandlung - ist seit 2 Wochen beendet - bekam ich die Diagnose der narzisstischen Persönlichkeitsstörung mit einer mittelgradigen depressiven Episode.
Während der Therapie, und das ist auch irgendwie logisch, bekam ich nie zu hören, es könnte Dies oder Jenes sein, es musste schliesslich erst festgestellt werden was mir überhaupt fehlt. Was die depressive Episode anbelangt hat mich die Behandlung auch etwas stabilisiert. Aber alles andere wurde, oder konnte nicht beackert werden.
Ich habe nun das ungute Gefühl, dass die Empfehlung des Therapeuten eine ambulante Behandlung in Form eines "Psychodramas" anzugehen die falsche Fährte ist. Sicherlich habe ich Probleme damit Gefühle zuzulassen bzw. rauszulassen.
Viel schwerer wiegt aber doch die gestörte oder auch unzureichende soziale Kompetenz.
Mir ist klar, das es gefährliches 2/3 Wissen ist, aber ich glaube dass ein eher pädagogischer Ansatz, vielleicht in Richtung Verhaltenstherapie eher angezeigt ist.

So recht weiß ich nicht was ich machen soll, denn die zweite Woche war nun doch verflucht schwer, und bis zum nächsten Vorgespräch sind es immerhin nochmal 2 Wochen.

Ich sitze jetzt zuhause rum, die Depressionen kommen langsam wieder, ebenso wie die Selbstzweifel.

Wenn ich irgendwas zu tun hätte, ich bin arbeitslos, seit dem Abbruch des Studiums, dann wäre es unter Umständen nicht so schlimm. Ich fühle mich einerseits total unterfordert und andererseits auch überfordert.

Und ähnlich wie lunasol geht mir wieder viel zu viel durch den Kopf.

Liebe Grüsse

usefulidiot
  #7  
Alt 25.10.2006, 14:35
Annett Pröger(Psychologin) Annett Pröger(Psychologin) ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 05.07.2006
Beiträge: 1.988
Hallo usefulidiot,

muß schon sagen, Ihren Namen schreibe ich aber nicht so gerne. Klingt doch sehr wie eine Beleidigung, oder?

Wir gucken leider aus Zeitmangel derzeit sehr selten hier in die FAQ´s- wenn Sie sich einen Austausch mit uns und anderen Usern wünschen, schreiben Sie doch auch im Offenen Forum.

Ich könnte mir dann doch vorstellen, dass Sie gut einschätzen können, was Sie brauchen und was nützlich wäre. Gucken Sie sich doch auch mal Verhaltenstherapeuten an und schauen Sie, ob man Ihnen dort ein stimmiges Therapieangebot machen kann.


Viele Grüße, AP
  #8  
Alt 27.10.2006, 02:31
usefulidiot usefulidiot ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 20.10.2006
Beiträge: 2
Vielen, vielen Dank für die schnelle Antwort.
Was meinen Nick angeht sollte sich niemand angegriffen fühlen, er ist nicht persönlich gemeint, sondern reflektiert ausschliesslich meine Selbstwahrnehmung. Vor allem habe ich ihn etwas gedankenlos gewählt, weil schon oft in anderem Zusammenhang verwendet.
Ist schon komisch, dass ich schon vor der Therapie, war übrigens eine tiefenpsychologische, gedacht habe dass mir ein verhaltenstherapeutischer Ansatz am Besten hilft. Muss dann doch mit meiner Therapeutin darüber reden. Ihre Annahme ich wüsste was mir am ehesten hilft würde ich trotzdem so definitiv nich annehmen wollen. Immerhin bin ich Therapie-Neuling und fühle mich derzeit eher hilflos und ratlos. Besonders deshalb weil ich mich nach drei Wochen Therapie-Ende irgendwie neuerlich wie zuvor fühle. Andererseits versuche ich, und das fast schon krampfhaft, mehr auf die Menschen in meiner Umgebung einzugehen. War zuvor nicht so. Viele meiner Freunde und Bekannten stellten schon eine merkliche Besserung fest.
Leider empfinde ich es nicht so. Es ist gefühlsmässig sogar eher ein verschärftes "schauspielern". Ich möchte nämlich dass sie sich nicht Sorgen müssen, innerlich verbiege ich mich fast bis zur Unkenntlichkeit. Nur weil ich endlich den Menschen näher sein möchte, die mir etwas bedeuten...
Nach diesen akrobatischen Einlagen beginne ich mich zunehmend wieder selbst zu verletzen, damit meine ich: War ich nicht schon währenddessen besoffen, betrinke ich mich danach. Manchmal glaube ich es ist eher "nur" ein Alkoholproblem, aber es ist nur meine Art mich selbst zu verletzen.
Ich muss das jetzt beenden, sonst finde ich kein Ende.
LG
Private Polzin
 


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